Programm

Hommage an Paul van Ostaijen: Besmette Stad / Befallene Stadt
Am 3. Juni 2022 um 19 Uhr werden die Schriftstellerinnen Ann Cotten und Gaea Schoeters, die Sopranistin Johanna Zimmer und der Schriftsteller und Biograph Matthijs de Ridder im Schwalenberger Werkhaus auftreten.
Damit wird Schwalenberg Station einer europäischen Lesereise, die im Rahmen des Projekts Besmette Stad / Befallene Stadt veranstaltet wird. Das Projekt ist eine Hommage an Paul van Ostaijen (1896–1928), der bis heute als der einflussreichste Dichter Flanderns und der Niederlande gilt. Im deutschen Sprachgebiet ist er erst wieder und neu zu entdecken. Als Künstler der Avantgarde nahm er dadaistische und surrealistische Einflüsse auf. Nach dem Ersten Weltkrieg lebte er in Berlin, dort entstand sein Gedichtband Bezette Stad (erschienen 1921, dt.: Besetzte Stadt), der den ganzen Formenreichtum der Avantgarden entfaltet und nebenbei die Geschichte eines jungen Mannes aus Antwerpen erzählt, den es in eine Welt verschlagen hat, die durch die Auswirkungen des Krieges tief in der Krise steckt. (mehr)

Literarische Matinee am 27. März 2022
Das Europäische Laboratorium lädt zu einer literarischen Matinee ein, die am 27. März 2022 um 11.30 Uhr in der Galerie Haus Bachrach in Schwalenberg stattfindet. Mitglieder des Vorstandes stellen in dieser dem Frieden gewidmeten Lesung Literatur aus der Ukraine und ihren Nachbarländern vor.

Wir sammeln Spenden für die Unterstützung von ukrainischen Kulturschaffenden über das PEN-Zentrum Deutschland.
 

Aus dem Wort kommen: Häuser lesen. Alte Wege gehen.
Rückblick 2020-2021: Was prägt uns und macht unsere Herkunft aus? Ist Herkunft ein Ort, ist sie eine Zeit? Herkunft ist mit vielen Heimaten verbunden, mit unsichtbaren Wurzeln, in das kulturelle Erbe sind viele Einflüsse eingegangen. «Aus dem Wort kommen» konzentriert sich auf die Sprache. Historische, landschaftliche, architektonische und archäologische Besonderheiten in Schwalenberg und Umgebung werden erkundet und mit literarischen Texten, von Schriftstellern gelesen und von Schauspielern vorgetragen, verknüpft. (mehr)

Die Lesenden Künste
Die Lesenden Künste suchen den Reichtum und die Schönheit des Widerständigen, des Flüchtigen, des Spiels, des Unfertigen und des Kaum-Verstehens. Die Lesenden Künste werden von Personen aus der Literatur, aus dem Schauspiel und der Musik vorbereitet. Die Lesenden Künste wollen zukünftig nicht nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz und damit in verschiedenen geistigen und geschichtlichen Räumen wirken, sondern auch Teilnehmende suchen, die mehrere Sprachen sprechen. Das Interesse an Übersetzbarkeit möchten wir fördern, an der Veränderlichkeit der Werke, an der Veränderlichkeit der Erkenntnisse. Im Mittelpunkt der nächsten Tage der Lesenden Künste steht die apokalyptische Theatervision Die letzten Tage der Menschheit, mit der Karl Kraus auf die Katastrophe des Ersten Weltkrieges antwortete. Die Veranstaltung findet vom 20. bis 24. Juli 2022 statt. (mehr)

Zwischenland
Das Europäische Laboratorium hat für 2022 in Folge auf die zwei großen Zwischenland-Veranstaltungen eine weitere geplant unter dem Titel Grenzbereiche: Berichte aus Grenzbereichen. Zwischenland – das ist kein Grenzraum, sondern ein Begegnungs- und ein gemeinsamer Erfahrungsraum, neben der Mitte Europas eben auch die Ränder Europas. Es sind Räume, die sich nicht von innen abschließen, sondern nach außen hin öffnen. Zwischenland bedeutet nicht Nation, sondern Kombination. Nachdem in der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart eine Diskussion der jüngeren Künstler und Schriftsteller miteinander in Internetforen und auf Blogs stattgefunden hat und es neben der Korrespondenz auch gemeinsame, öffentlich einsehbare Schreib- und Literaturprojekte gab, gibt es jetzt den großen Wunsch nach realen Begegnungen und Treffen, aus denen sich auch gemeinsame Projekte entwickeln können. Denn die europäische Identität entsteht aus der Begegnung mit dem Anderen und erkennt damit das Eigene und das Fremde, das eigene Fremde, die eigene Fremdsprachigkeit. (mehr)

Berichte aus Grenzbereichen: Polnisch- Litauisch – Belarussisch (10. – 13. November 2022)

Schauplatz Landschaft
Rückblick 2021: Erst mit dem Sprechen verwandelt sich Land zu Landschaft, wird das Land, das es überall gibt, unverwechselbar, individuell, bekommt einen Namen, mit der Benennung eine Geschichte, mit der Geschichte eine Vergangenheit, und wo eine Vergangenheit anerkannt wird, werden Entwürfe für eine Zukunft möglich. Jeder Ort ist ein Buch – durch die Spuren, die Geschichte, menschliche Arbeit, Industrie, Infrastruktur und Kunst/Kultur in ihr hinterlassen haben. Und so zeigt Literatur, wenn sie von Landschaft spricht, hinter dem konkreten Raum auch den Erfahrungsraum, den Geschichtsraum, den Sprachraum und den Klangraum. Hören wir der Landschaft zu und bringen das Verborgene in ihr zur Sprache. Da sind zunächst die bereits vorhandenen literarischen Zeugen der Schwalenberger Umgebung, die ausgewählt in Lesungen vorgestellt werden. „Schauplatz Landschaft“ – gemeint ist damit, daß eine schöne Landschaft nicht „unschuldig“ ist, sondern sich in ihr Spuren der Geschichte zeigen: Hexenverfolgung, Pranger-Bäume, Kriegsschauplatz, Militärbasis im Kalten Krieg. Über diese heute oft verborgenen geschichtlichen Spuren werden Schriftsteller*innen gemeinsam mit den Bürger*innen, mit Schüler*innen, mit Expert*innen recherchieren. (mehr)

Parole: Dante
Rückblick 2021: Parole: Dante nimmt den 700-jährigen Todestag von Dante Alighieri zum Anlass, ein neues Übersetzungsprojekt in einem innovativen Format zu starten. Ausgangspunkt sind die „Parole di Dante“, die 2021 jeden Tag von der Accademia della Crusca über die sozialen Medien geteilt werden und die aus einem von Dante geprägten Ausdruck, einem prägnanten Auszug aus seinem Werk und einer kurzen Erläuterung bestehen. 25 dieser „Parole“ sollen in zwei Phasen übersetzt werden: Zunächst in einem Arbeitsprozess, der digital stattfindet – mit Studierenden verschiedener Universitäten in Italien und Deutschland sowie einer ersten Vorstellung der Zwischenergebnisse an professionelle LiteraturübersetzerInnen –, danach während eines Workshops in Schwalenberg, bei dem einige der Studierenden, Mitglieder des Versatoriums sowie die beteiligten ÜbersetzerInnen aufeinandertreffen, mit anschließender festlicher Präsentation der deutschen Texte. (mehr)

Pinocchinello – Fest des Kinderbuchs
Am 04.09.2022 findet wieder das Kinderbuchfest in Schwalenberg statt. Lesen und Vorlesen, Zuhören und Zuschauen, vor allen Dingen jedoch: angeregt durch das Gehörte und Gesehene selbst gestalten, das ist das Ziel von Pinocchinello. Ausgangspunkt jeder Aktion ist die Buchillustration, das Bilderbuchkino, der Comic, die klassische Illustration, die Mini-Druckmanufaktur, die Kamishibai-Vorführung, die Trickmisch-Poesie-Werkstatt. (mehr)

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